Auf diesen Seiten möchten wir Einsteigern die typischen Begriffe etwas genauer erklären.
Mit dem Begriff "Verbrenner" ist im RC-Bereich ein ferngesteuertes Modell gemeint, das von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird. Dabei gibt es diese Motoren im Auto-, Boots- sowie Hubschrauber- und Flugzeugbereich.
Die meisten RC-Autos besitzen einen Zweitaktmotor, Flugzeuge und Boote werden oft durch Viertaktmotoren angetrieben.
Der Hubraum dieser Motoren ist relativ klein: Bei Modellautos im Maßstab 1:10 liegt er im Bereich von 2,11 - 6 ccm. Trotz dieser geringen Größe können Verbrenner jedoch eine verhältnismäßig große Leistung von durchschnittlich 0,5 - 4 Ps erreichen.
Die Grundlage für dieses hohe Maß an Leistung sind die hohen Drehzahlen, die Verbrenner erreichen können: Im Extremfall können dies bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute sein. Außerdem wird im Inneren des Motors ein spezielles Gemisch aus Methanol, Öl und Nitromethan verbrannt, wobei der Nitromethangehalt die maximale Leistung beeinflusst. Je mehr Nitromethan im Gemisch vorhanden ist, um so größer ist die Leistungsausbeute des Motors. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Lebenserwartung des Motors mit steigendem Nitromethangehalt sinkt, da ein erhöhter Anteil dieses Stoffes die Verschleißerscheinungen deutlich anhebt und somit die Gefahr eines frühzeitigen Motordefektes deutlich steigt.
Bevor ein Verbrenner gestartet werden kann, muss die richtige Einstellung an der Vergasernadel getroffen werden. Diese beeinflusst die Menge an Luft und Treibstoff, die dem Gemisch vor der Verbrennung zugeführt wird. Nachdem das Gemisch zum Motor gepumpt wurde, wird ein sogenannter Glühstarter auf die Glühkerze des Verbrenners gesteckt. Hierdurch fängt diese an zu glühen, und der Motor kann durch ziehen am Anreißstarter gestartet werden. Ist dies geschehen, so wird der Kerzenstecker abgenommen und das Modell ist zum Fahren bereit. - Wenn man nicht gerade ein Rennen fährt sollte man den Motor erst einige Minuten warm fahren, bevor man ihm die volle Leistung abverlangt. Dies schont den Motor und sogt für ein langes Leben!
RC-Modellbau ist heute eines der beliebtesten Hobbies von Jung und Alt. Das Kürzel RC steht hierbei für das aus dem Englischen kommende remote control, also Fernsteuerung. Diese Art von Modellbau zeichnet sich durch seine Nähe zum Original aus. Die einzelnen Modelle sind oftmals so exakt gearbeitet, dass kleinste Details bis zum Ganghebel in einem kleinen ferngesteuerten Modell zu erkennen sind.
Ein anderer Teil der Faszination geht sicher davon aus, dass diese Modelle auch beweglich sind. Man kann eine gewisse Kontrolle auf diese RC-Modelle ausüben. Hierbei kommt es natürlich auf die Art des RC-Modells an. Es existieren unzählige Nachbildungen von originalen Fahrzeugen, Hubschraubern, Booten und sogar Panzern. Hierbei unterscheidet man zunächst nach Maßstab und Antriebstechnik.
Da die Fernsteuerungstechnik in den entsprechenden Modellen verbaut werden muss, ist also immer eine gewisse Größe notwenig. Jedoch auch kleinste Elektroantriebe finden mittlerweile in einem Modell Platz. Somit ist es möglich Fahrzeuge mit einer Größe von wenigen Zentimetern zu steuern. Aber auch in die andere Größenrichtung sind fast keine Grenzen gesetzt. Flugzeugmodelle mit mehreren Metern Spannweite werden von einigen Anhängern auf der Welt gebaut und auch geflogen. In diesen gewaltigen Dimensionen erreicht der Aufwand, die notwendigen Messungen, Einstellungen und Kalibrierungen schon fast den einer echten Flugzeugmontage.
Ein anderer Ansatzpunkt zu Unterscheidung ist die Antriebsart. Im RC-Modellbau werden hauptsächlich drei verschiedene Antriebsarten eingesetzt. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch Preis und Leistung von einander. Relativ kostengünstig und lange Haltbar sind Modelle mit Elektro- und Benzinantrieb. Die dritte Antriebsklasse bilden die so genannten Nitro-Motoren, diese Antriebe benötigen ein spezielles Gemisch welches mit ca. 7€ / Liter recht teuer ist. Dafür ist der damit verbundene Spaß und die Power um so gewaltiger. Auch der Sound eines solchen Antriebes braucht sich vor nichts zu verstecken. Wer schon einmal auf einer Nitro-Glattbahner Rennstrecke war, sollte wissen wovon ich Rede! ;-) - Leider sind solche Antriebe recht wartungsintensiv und erfordern ein gewisses Geschick was Einstellungen und Behandlung angeht. Unsachgemäße Behandlung führt leider schnell zu einem Motorschaden oder rapidem Leistungsverlust!